Jahreshauptversammlung 2020

Geschrieben von Stefan Neuner am .

DSCN5196Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altensittenbach e.V. lud der Vorstand Marcus Prechtel traditionell am 5. Januar in den Grünen Baum nach Kühnhofen.
Neben den beiden Bürgermeistern, einigen Stadtratsmitgliedern und Gästen konnte Prechtel in diesem Jahr so viele Mitglieder wie noch nie begrüßen, sodass kurzfristig noch Sitzgelegenheiten geschaffen werden mussten.

Auch dieses Jahr ließ Prechtel wieder ein volles und ereignisreiches Vereinsjahr Revue passieren: angefangen beim traditionellen Schinkenessen, der Skifahrt nach Schladming, dem Floriansfest über die Tagesfahrt nach Cadolzburg und Bad Windsheim bis hin zur Vereinswanderung nach Stöppach.

Besonders hob Prechtel die finanzielle Unterstützung der aktiven Wehr durch den Feuerwehrverein hervor: Eine neue Übungspuppe mit 80 kg, ein 360 Grad Lichtmast zur großflächigen Ausleuchtung von Arbeits- und Einsatzstellen sowie neue Ausgehjacken für die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr wurden von Vereinsmitteln beschafft.

Jugendwart Markus Werthner blickte auch in diesem Jahr wieder auf ein gut gefülltes und bunt gemischtes Jahr der Jugendfeuerwehr zurück. Mit 17 Jugendlichen ist die Jugendgruppe derzeit so groß wie noch nie. Grund hierfür sind auch die ersten vier Übertritte aus der im Oktober 2018 erst gegründeten Kinderfeuerwehr. Dank der wöchentlichen Übungen legten die Jugendlichen sämtliche Prüfungen wie Jugendflamme und Wissenstest mit Bravour ab. Als Abwechslung wurde aber auch die Fackelmann-Therme besucht und ein Wochenende in der Hetzendorfer Hütte verbracht samt Ausflug in den Hochseilgarten in Betzenstein. Hier kam für Jung und Alt der Spaß nicht zu kurz. Zum ersten Mal übernahm die Altensittenbacher Jugend auch Schichten in der Losbude des Kreisjugendrings am Hersbrucker Sommerfest.

Erstmalig berichtete auch Tamara Loos, die Leiterin der Kinderfeuerwehr, von den monatlichen Aktivitäten der Jüngsten. In den vergangenen Samstagsstunden lernten die bis zu 27 Kinder spielerisch Tätigkeiten des Feuerwehrwesens und der Ersten Hilfe, bastelten, experimentierten oder trotzten der Hitze mit einer selbstgebauten Wasserrutsche. Absolutes Highlight war für die Kinder, ihre Betreuer und der Jugendfeuerwehr jedoch ein Besuch von Schloss Thurn, der dank des Gewinns beim letztjährigen VR-Förderpreis durchgeführt werden konnte.

Andreas Weber, Kommandant der Wehr, blickte in seinem Jahresbericht auf nochmals gestiegene Einsatzzahlen zurück. Die insgesamt 53 Einsätze im letzten Jahr bestanden hierbei aus 16 Brandeinsätzen, 34 Technischen Hilfeleistungen und 3 Sicherheitswachen. Auffällig waren die steigenden Zahlen der akuten Wohnungsöffnungen bei vermutlich hilflosen Personen. Erstmals kam auch der am Feuerwehrhaus angebrachte Defibrillator bei einem First Responder Einsatz zum Gebrauch.

„Da die Anforderungen bei Einsätzen immer umfangreicher werden ist es somit auch wichtig gutes Gerät und Ausrüstung zur Verfügung zu haben“, so Weber. Daher bedankte er sich bei der Stadt Hersbruck für die neu beschafften Handscheinwerfer für das Mehrzweckfahrzeug sowie für fünf Atemschutzgeräteträger-Überjacken. Zusätzlich wurden zu den fünf bereits im Löschfahrzeug verlasteten Atemschutzgeräten weitere fünf Atemschutzgeräte einsatzbereit in Transportkisten in den Dienst gestellt, um bei Brandeinsätzen schneller Nachschub an der Einsatzstelle zu haben.

Aber nicht nur Einsätze wurden abgearbeitet, sondern auch stets für den Ernstfall geübt: Ob bei den Hauptübungen im 2-Wochen-Turnus, der Leistungsprüfung oder den Gemeinschaftsübungen mit der Henfenfelder Feuerwehr sowie den Hersbrucker Wehren festigten die 66 Aktiven durchgehend ihr Wissen und Können.

Zum Abschluss seines Berichts konnte Weber zusammen mit seinem Stellvertreter Claus Jerina noch Michael Raab, Lilly Bruckner, Mara Krätzer, Leonie Scheibe, Jan Fleischer und Jannik Böheim als neue Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie Lukas Wirth, Christian Puppa und Thomas Pfeiffer in der aktiven Wehr mit dem obligatorischen Handschlag begrüßen. Das Ärmelabzeichen für 10 Jahre Feuerwehrdienst erhielt René Klimt, welcher außerdem zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde. Bereits 20 Jahre aktiv in der Wehr sind Johannes Lederle und Markus Werthner. Für 25 Jahre treuen Dienst wurden Manuel Neuner und Martin Maaßen nach vorne gebeten. Zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Carolin Grötsch befördert, zu Hauptfeuerwehrmännern Jonas Schwarz, Martin Volk und Peter Strohmaier.

Aber nicht nur in die Vergangenheit wollte Weber schauen. Als wichtige nächste Station steht die Vergrößerung des Feuerwehrhauses an. Hier bedankte Weber sich bei 1. Bürgermeister Robert Ilg, 2. Bürgermeister Peter Uschalt sowie den Verantwortlichen im Stadtrat, für die tolle Zusammenarbeit und sicherte von Seiten der Wehr wieder viel tatkräftige Unterstützung bei diesem Projekt zu.

Weber bedankte sich bei seinem Stellvertreter Claus Jerina, den Führungskräften und Ausbildern für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und überreichte jedem einen Hersbruck-Gutschein. Auch der Stadt Hersbruck und den Kameraden der Feuerwehr Hersbruck sprach er seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Stefan Neuner wurde als „Übungsfleißigster“ ferner mit einem Gutschein der Fackelmann-Therme überrascht.

Mit einer ganz besonderen Ehrung wurden Hans Grötsch und Wolfgang Werthner überrascht. Hans Grötsch, der von 2010 bis 2016 stellvertretender Vorsitzender und auch bereits viele Jahre zuvor Teil der Vorstandschaft war, wurde aufgrund seines stetigen Einsatzes im aktiven als auch im Vereinsdienst zum Ehrenvorstand ernannt.

Weiter wurde Wolfgang Werthner, welcher bereits 30 Jahre die Wehr als Kommandant leitete, zum Ehrenkommandant ernannt. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Umbau des Feuerwehrhauses, das 125jährige Jubiläum der Wehr sowie verschiedene Fahrzeugbeschaffungen.
Unter tosendem Applaus aller Mitglieder erhielten die beiden für ihre besonderen Verdienste und ihren unermüdlichen Einsatz eine Ehrenmedaille sowie eine Urkunde von Prechtel und Weber überreicht.

Nach kurzen Grußworten von Uwe Holzinger, Kommandant der Feuerwehr Hersbruck, und Bgm. Robert Ilg, der in seiner Rede auch noch einmal die Wichtigkeit und die Zuversicht für die anstehende Feuerwehrhausvergrößerung betonte, wurde der offizielle Teil von Prechtel mit den besten Wünschen für das Jahr 2020 beendet.