Florianstag der Feuerwehr Altensittenbach

Geschrieben von Jürgen Ruppert.

 

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ALTENSITTENBACH – Eine Fettbrandexplosion war der passende Knalleffekt zum Auftakt des Florianfestes. Mit etlichen Vorführungen hat die Feuerwehr Altensittenbach den zahlreichen Besuchern ihre Leistungsbereitschaft bewiesen. „Die Bürger profitieren vom starken ehrenamtlichen Engagement der Einsatzkräfte“, strich Stadtoberhaupt Robert Ilg den Stellenwert der Retter heraus.

Kernstück des Nachmittags war ein Löschangriff. Die Altensittenbacher hatten dazu ein Wohnzimmer aufgebaut. „Eine defekte Mehrfachsteckdose hat einen Brand verursacht“, beschrieb Kommandant Andreas Weber die Szenerie.  Während der Entstehung eines Feuers können die Hausbewohner mit einem Handlöscher noch etwas ausrichten. Doch innerhalb von wenigen Augenblicken hatten die Flammen das Sofa und die Einrichtung erfasst, alles brannte lichterloh. In so einem Fall hilft nur mehr die 112.

Andreas Weber erklärte, was alles nach einem Notruf bis zum Ausrücken passiert. Sein Stellvertreter Claus Jerina rückte kurz darauf mit den Einsatzkräften an. Die Zuschauer, darunter zweiter Bürgermeister Peter Uschalt und die Fraktionssprecher im Stadtrat, Jürgen Amann und Götz Reichel, konnten alle Schritte von der Erkundung über das Ausrollen der Schläuche bis zum Löschen durch Atemschutzgeräteträger und die Nachprüfung mit einer Wärmebildkamera live erleben.

Die Jugendgruppe der Altensittenbacher demonstrierte ihren Ausbildungsstand mit einer dreiteiligen Übung unter Leitung von Tamara Loos. Im Rahmenprogramm lockte eine Fahrzeugschau, für die sich nicht nur die Jüngeren begeisterten und an der sich die Reichenschwander Feuerwehr mit einem HLF20 beteiligte. Sackhüpfen, Ziellöschen, Kinderschminken, Infos über Rauchmelder und eine Hüpfburg rundeten den Tag ab. Robert Ilg sprach den Einsatzkräften ein großes Danke-schön für ihre Arbeit aus. Zudem freute sich der Bürgermeister, dass er den Altensittenbacher Defibrillator in Dienst stellen durfte.

Wie berichtet, hat die Pizzeria Francesco den Lebensretter an Weihnachten gespendet. Mit Unterstützung des Feuerwehrvereins wurde das Gerät außen am Gerätehaus angebracht. Es steht im Notfall allen zur Verfügung.

Krönender Abschluss des Nachmittagsprogramms war das Luftballonweitfliegen für die Jüngsten. Zuvor noch verkündete der Altensittenbacher Feuerwehrvereinschef Marcus Prechtel die Sieger des letztjährigen Wettbewerbs. Gewonnen hat Lilli, deren Ballon 182 Kilometer bis nach Tschechien zurücklegte, vor Emilio und Felix.

Ein Sonderpreis ging an Lukas, dessen Weitenjäger sich im Baum neben dem Feuerwehrgerätehaus verfangen hatte. „Aufgerundet 0,1 Kilometer“, sagte Marcus Prechtel unter dem Schmunzeln der Gäste. Abends wurde das Floriansfest der Altensittenbacher Feuerwehr mit musikalischer Unterstützung der Dachse gemütlich-zünftig fortgesetzt.