Nach den Wirren des Krieges dauerte es einige Jahre bis sich die Feuerwehr wieder stabilisieren und etablieren konnte. Nach zunächst stark sinkenden Mitgliederzahlen konnte die Wehr zu Beginn der sechziger Jahre wieder systematisch aufgebaut werden.

1960: wurde das erste Mal eine Leistungsprüfung ( Stufe 1) abgelegt

1962: konnte das neu erbaute Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben werden. Im gleichen Jahr wurde im Rahmen eines Kreisfeuerwehrtages ein neues Feuerwehrauto in Dienst gestellt.

1976: kurz vor der Eingemeindung im Rahmen der Gebietsreform konnte der damalige Gemeinderat der Feuerwehr Altensittenbach ein neues Feuerwehrfahrzeug übergeben. Mit diesem LF8 kamen erstmals auch Atemschutzgeräte nach Altensittenbach.

1977/78: wurde eine Renovierung des Feuerwehrhauses und der Einbau eines Schulungsraumes im Dachgeschoss durchgeführt. Wie es in unseren Reihen schon fast Tradition ist wurde dies überwiegend in Eigenleistung durchgeführt.

1980: Ein großes Ereignis war nach intensiver mehrjähriger Vorbereitung das Fest zum 100 jährigen Gründungsjubiläum. Der Festbetrieb am Festplatz beim Sportgelände reichte vom Feuerwehrjugendwettkampf über Hubschrauberrundflüge zu einem Festgottesdienst und natürlich musikalischer Unterhaltung. Das 100 jährige Jubiläum war geprägt von mehrtägigem Dauerregen. In einem entsprechenden Zustand war leider auch das Festgelände. Aber allen Unkenrufen zum Trotz, pünktlich zum großen Festzug hellte es auf, die Sonne blitzte durch und begleitete uns auf unsere Schleife durch Altensittenbach. Mit dem erreichen der letzten Gruppe des Festzuges begann jedoch der Dauerregen erneut. Ein Dank an alle Beteiligte und Besucher die uns bei unserem 100 jährigen nicht im Stich gelassen haben.

1981: wurde erstmals eine Jugendgruppe in der Feuerwehr Altensittenbach gegründet.

Seitdem ist die Jugendarbeit ein besonderer Schwerpunkt in der Feuerwehr Altensittenbach. Von theoretischen Unterrichten über spielerische Einheiten bis hin zu praktischen Übungsteilen ist man bestrebt, das Interesse der Jugendlichen an der Institution Feuerwehr zu wecken und aufrecht zu erhalten. Wichtig für die kameradschaftliche Seite    sind natürlich Besichtigungsfahrten, Zeltlager, Schwimmbadbesuche oder ähnliches. Diese sind meist intern aber auch auf Dienstbezirke oder Kreisebene veranstaltet. Als diesbezüglicher Höhepunkt kann vielleicht das Bundesjugendzeltlager zum 40 jährigen Jubiläum der Deutschen Jugendfeuerwehr in Berlin 2004 bezeichnet werden. Der  Flair der Großstadt, der Besuch beim Bundeskanzler sowie die große Gemeinschaft im Zeltlager ließen so manche Augen leuchten.

 

1985: konnte im Rahmen einer kleinen Feierstunde ein Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr übergeben werden. Hier handelte es sich um ein Gebrauchtfahrtzeug, das jedoch nach Umbauarbeiten und gründlicher Pflege, noch lange Jahre seinen Dienst für uns und die Altgemeinheit leisten konnte.

1986: Mit der „Neugründung des Feuerwehrvereins e. V.“ begann rein rechtlich eine neue Ära. Die traditionell bewährten Strukturen von Verein, sprich passiven und auch ehemaligen Mitgliedern sowie der „aktiven“ Mannschaft die gemäß Satzung einen Bestandteil der Vereinen darstellen, wurden rechtlich geordnet und zusammengeführt.

1989: wurde erstmals eine Losbude im Rahmen der Kirche auch in Altensittenbach betrieben. Ein zweijähriger Turnus in Absprache mit dem BRK wird bis heute beibehalten.

1993: ist es gelungen die ersten Gruppen mit Funkmeldeempfänger auszurüsten. Dies war ein erster wichtiger Schritt die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr deutlich zu verbessern und sicherzustellen und gleichzeitig die Belastung der Bevölkerung durch einen Sirenenalarm zu verringern.

1994: begannen erste Gespräche und Vorplanungen für ein neues Feuerwehrhaus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, konnten wir positive Signale erwirken und die Planung konkretisieren. Nachdem die finanzielle Seite abgedeckt war ging es 1996 an die Umsetzung der Pläne
Mit einem großen Einsatz an Arbeitskraft und Fachwissen konnte das neue alte Domizil komplett in Eigenleistung gebaut werden.
Zunächst wurden die Abbrucharbeiten eingeleitet und das Baubüro im „Alten Schulhaus“ gegenüber eingerichtet. Nach dem obbjatorischen ersten Spatenstich durch Bürgermeister Plattmeier gingen die Rohbauarbeiten zügig voran, so dass nach wenigen Wochen Richtfest gefeiert werden konnte.
 

1997: War es dann soweit, dass mit einem Festakt am … die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses gefeiert werden konnte.

1999: War der Zustand unseres LF8 von 1976 derart desolat, dass eine Reparatur wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll erschien. Kurzerhand wurde es nach Kroatien abgegeben wo es noch einige Zeit den dortigen Kameraden wertvolle Dienste leisten konnte. Als „Ersatz“ konnten wir das gebrauchte LF8 von der Feuerwehr Hersbruck übernehmen welches dort durch ein LF16 ersetzt wurde.

Dies bedeutete für uns auch eine technische Aufrüstung, da nun auch ein Rettungssatz mit Schere und Spreizer zu unserer Beladung gehört.

2000: konnten wir das Fahrzeug der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung übernehmen.

 Beständigkeit und Zuverlässigkeit waren wohl mit ausschlaggebend, dass um die Aufgabe der Unterstützungsgruppe übertragen wurde.
 Im gleichen Jahr konnte auch eine Abgasabsauganlage eingebaut und die Beschriftung unseres Feuerwehrhauses in Eigenleistung angebracht werden.

 

2001: wurden die Vorbereitungen für das bevorstehende Jubiläum begonnen und die diesbezüglichen Planungen verfeinert.

2003: sind die Vorbereitungen für eine Ersatzbeschaffung für unser Löschfahrzeug auf fruchtbaren Boden gefallen. Zwar war die Situation der öffentlichen Haushalte sehr angespannt, jedoch war der Bedarf der Grundversorgung des Brandschutzes in Altensittenbach nur noch mit einem neuen Löschfahrzeug zu gewährleisten. So gab der Rat unserer Stadt grünes Licht für eine Beschaffung 2004.

2004: So konnten wir in technische Vorplanung und die Ausschreibung gehen. Nach einer neuerlichen Ausschreibung und den damit verbundenen Wartefristen drohte ein Auslieferungstermin Mitte des Jahres 2005. Den Umschlag jedoch erhielt die Fa Lentner aus Grafing für ihr Vorführfahrzeug auf einem MAN Fahrgestell. So war es möglich, dass am 29. Dezember 2004 eine Auslieferung eines Löschgruppenfahrzeuges 10/6 Allrad erfolgen konnte.

2005: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren ………

 

Werthner Wolfgang

1. Jan 2005

 

 Der Stand nach den vorhandenen Büchern und Unterlagen weist folgende Kommandanten und Vorstände auf:

 

Kommandanten:

1880 - 1912

---

1912 - 1927

Bogner Georg

1928 - 1931

Oed Albert

1931 - 1939

Kellner Georg

1939 - 1945

wurden die Interessen von dem 1931 gewählten Kommandanten Kellner Georg wahrgenommen

1945 - 1951

Wild Peter

1951 - 1957

Scharrer Hans

1958 - 1967

Kellner Konrad

1968 - 1970

Bürner Albert

1971 - 1980

Schneider Erich

1981 - 1991

Kellner Erich

1992 - heute

Werthner Wolfgang

Vorstände:

1880 - 1912

Bogner Georg

1912 - 1934

Strobel Johann

1935 - 1939

---

1940 - 1945

kein Vorstand, hier fungierte die Feuerpolizei

1946 - 1950

Scharrer Hans

1951 - 1957

Brand Gustav

1958 - 1975

Scharrer

1976 - 1985

Werner Prechtel

1986 - 1988

Burkhard

1989 - 1993

Loos Georg

1994 - 2009

Schneider Günther

2010 - heute

Prechtel Marcus